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Cosworth
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Cosworth ist ein britischer Motorenhersteller mit Sitz in Northampton. Bei Cosworth werden (Sport-)Motoren entwickelt, die sowohl in StraĂenwagen als auch in Rennwagen Verwendung finden. Bekannt ist das Unternehmen durch sein langjĂ€hriges Formel-1-Engagement.
Contents
âą Formel-1-Motoren
âą Cosworth DFV
âą Cosworth GBA
âą Die HB-Serie
âą Cosworth ED
âą Cosworth MAE
âą Cosworth FVA
âą Cosworth DFW
âą Cosworth DFL
âą Ford
âą Andere
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Unternehmensgeschichte
GegrĂŒndet wurde Cosworth 1958 von Mike Costin und Keith Duckworth. Der Firmenname setzt sich aus den beiden Nachnamen der GrĂŒnder zusammen.
In den ersten Monaten nach der UnternehmensgrĂŒndung betreute Cosworth zunĂ€chst die Motoren verschiedener Rennfahrer, darunter einen Coventry Climax FPF von Dennis Taylor.cite-ref-2[2] Mit der Entwicklung und dem Vertrieb von leistungssteigernden Komponenten fĂŒr den Kentmotor des Ford Anglia 105 E fĂŒr den englischen Clubrennsport konnte Cosworth sich in kurzer Zeit auf diesem Markt beinahe konkurrenzlos etablieren. Ausgehend vom Verkauf von Teilen sowie fertig montierten Rennmotoren entwickelten Costin und Duckworth verschiedene Zylinderköpfe fĂŒr alle Hubraumvarianten aus der Baureihe der Ford-Kent-Motoren. International machten sie sich einen Namen mit Rennmotoren, wie etwa dem Cosworth DFV (Double Four-Valve).
1980 kaufte United Engineering Industries das Unternehmen. Duckworth ging 1989 in den Ruhestand, Costin blieb noch bis 1990 im Unternehmen. 1989 wurde Cosworth zusammen mit United Engineering Industries von Carlton Communications ĂŒbernommen und 1990 an die Vickers Group verkauft. Nach dem Verkauf an Audi 1998 wurde Cosworth in Cosworth Technology und Cosworth Racing aufgeteilt. Cosworth Technology, das weiterhin unter anderem Motoren fĂŒr Aston Martin (vor der Produktionsverlagerung nach Köln), den Audi RS4 (B5) und den Ford Focus SVT baut, verblieb bei Audi, wĂ€hrend bei Cosworth Racing Ford die Kontrolle ĂŒbernahm. 2004 wurde Cosworth Technology an die Mahle-Gruppe in Stuttgart verkauft und in Mahle-Powertrain umbenannt.
Formel-1-Motoren
Cosworth DFV
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Hauptartikel
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Cosworth DFV
Cosworths bekanntester und erfolgreichster Rennsportmotor ist der DFV, der von 1967 bis 1985 von ĂŒber 90 Teams in der Formel-1-Weltmeisterschaft eingesetzt worden ist. Seine Entwicklung wurde von Lotus initiiert und von Ford finanziert. Mit 155 gewonnenen WeltmeisterschaftslĂ€ufen, 12 Fahrer- und 10 Konstrukteurstiteln (Weltmeisterschaften der Hersteller) ist er der erfolgreichste Motor in der Geschichte der Formel 1. Verschiedene Weiterentwicklungen unter den Bezeichnungen DFY, DFZ und DFR wurden bis in die 1990er-Jahre in Rennwagen verwendet. Auch in anderen Rennklassen wie der Formel 3000 war der DFV erfolgreich.
Costin und Duckworth leiteten den DFV aus dem 1966 fĂŒr die Formel 2 entwickelten FVA-Motor ab. Sie bauten zunĂ€chst einen PrĂŒfmotor mit vier Zylindern, den FVB, um neue, fĂŒr einen V-Motor geeignete Zylinderköpfe zu testen.cite-ref-5[5] Weiterhin entwickelten sie einen neuen Motorblock mit acht in zwei Reihen angeordneten Zylindern (V-Motor). Beides zusammen, die neuen Köpfe und der neue Block ergaben den DFV-Motor (Double Four-Valve: doppelter Vierventilmotor). Dieser Motor war einer der ersten Motoren in der Formel 1, der tragend in das Chassis integriert werden konnte und â als Antriebsstrang mit ZF-, Hewland- oder Colotti-Getrieben kombiniert â die HinterradaufhĂ€ngung aufnahm. Der Lotus 49 war der erste Wagen in dieser immer noch aktuellen Bauweise.
Bald belieferte Cosworth nicht nur das Lotus-Team. In den frĂŒhen 1970er-Jahren fuhren bis auf Ferrari fast alle Teams mit einem Cosworth-Motor. Zur hohen Zeit der Turbo-Motoren ab Anfang oder Mitte der 1980er-Jahre konnte der Motor keine Erfolge einfahren, weswegen eine drehzahlbegrenzte Version fĂŒr die Formel 3000 abgeleitet wurde. Als die FIA ab 1987 wieder Saugmotoren zulieĂ, kehrte Cosworth mit einer 3,5 Liter groĂen, DFZ genannten Version des DFV in den Grand-Prix-Sport zurĂŒck.
Cosworth GBA
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Hauptartikel
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Cosworth GBA
Cosworth-GrĂŒnder Keith Duckworth stand der Turbotechnologie in der Formel 1 kritisch gegenĂŒber; er hielt sie fĂŒr regelwidrig. Erst 1983, als alle Spitzenteams der Formel 1 bereits Turbomotoren verwendeten, entschloss sich Cosworth auf Druck von Ford, einen eigenen Turbomotor zu konzipieren. Wie schon beim DFV finanzierte Ford die Entwicklung. Die Arbeiten begannen im Herbst 1984. Nachdem die Ingenieure anfĂ€nglich ein Vierzylinderkonzept verfolgt hatten, stellte Duckworth im Dezember 1984 auf einen Sechszylinder-V-Motor um. Der Motor erhielt bei Cosworth die werksinterne Bezeichnung GBA; in den Meldelisten erschien der Motor allerdings als Ford TEC oder TEC-Turbo. Anders als der DFV war der GBA nicht allgemein verfĂŒgbar. Ford hatte das alleinige Recht, ĂŒber die Verwendung des Motors zu entscheiden. Der GBA debĂŒtierte 1986, dem einzigen Jahr, in dem alle RennstĂ€lle mit Turbomotoren antraten, beim Team Haas (USA), das wirtschaftlich schwach aufgestellt war und keine hinreichende Basis fĂŒr die Weiterentwicklung des Motors darstellte. FĂŒr die Saison 1987, in der Cosworth bereits wieder mit Saugmotoren vom Typ DFZ vertreten war, gab Ford den GBA exklusiv an das britische Benetton-Team, das unter anderem zwei dritte PlĂ€tze mit ihm einfuhr. 1988, im letzten Jahr der Turbo-Ăra, wurde der GBA nicht mehr eingesetzt. Die notwendige Anpassung an die zwischenzeitlich fĂŒr diese Saison verfĂŒgten RegelĂ€nderungen sahen Ford und Cosworth als zu aufwendig an.
Cosworth DFZ und DFR
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Hauptartikel
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Cosworth DFZ
Mit der Wiederzulassung von Saugmotoren in der Saison 1987 stieg Cosworth wieder in das KundenmotorgeschĂ€ft der Formel 1 ein. Anders als zu Zeiten des DFV differenzierte das Unternehmen ab 1988 zwischen Benetton als Vorzugskunden, der jeweils einen aktuellen Exklusivmotor erhielt, und den ĂŒbrigen Kunden, fĂŒr die ein Basistriebwerk bereitstand. FĂŒr 1987, als Benetton noch mit GBA-Turbos fuhr, hatte Cosworth den DFZ im Programm, eine auf 3,5 Liter Hubraum vergröĂerte Version des DFV. Die Betreuung dieser Motoren erfolgte ausschlieĂlich ĂŒber unabhĂ€ngige Tuner. AnfĂ€nglich war Heini Mader Racing Components der einzige Aufbereitungsbetrieb, spĂ€ter kamen Hart, Langford & Peck sowie Tickford hinzu. FĂŒr die Saison 1988 entwickelte Cosworth den DFZ zum DFR weiter, der in diesem Jahr exklusiv an Benetton ging, wĂ€hrend alle anderen Cosworth-Teams weiterhin mit DFZ-Motoren fuhren. 1989 erhielt Benetton dann exklusiv den neu entwickelten HB-Motor, der keine Verwandtschaft mehr zum DFV hatte. FĂŒr die Kundenteams gab es daneben weiter den DFZ und ab 1989 auch den DFR. Als frei verfĂŒgbare Kundenmotoren wurden die DFZ und DFR von mehr als einem Dutzend kleiner, zumeist schwach aufgestellter Teams genutzt. Bis zur ersten HĂ€lfte der Saison 1990 ermöglichten sie einige zweite und dritte PlĂ€tze, schafften aber â anders als der DFV â keine Siege. In ihrem letzten Jahr waren sie nur noch LĂŒckenfĂŒller.
Die HB-Serie
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Hauptartikel
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Cosworth HB
1988 entwickelte Cosworth mit dem HB (auch: Ford HB) den ersten zielgerichtet fĂŒr die 3,5-Liter-Formel bestimmten Saugmotor. Er hatte keine Gemeinsamkeiten mehr mit dem DFV und seinen Nachfolgern DFZ bzw. DFR. Der HB war wiederum ein Achtzylinder-V-Motor. Sein Bankwinkel betrug 75 Grad. Daten zu Bohrung und Hub bzw. Hubraum oder Gewicht gab Cosworth nicht bekannt. Allerdings waren die Abmessungen deutlich knapper als beim DFV/DFZ/DFR. Im Laufe der Jahre entstanden acht verschiedene Entwicklungsstufen des HB, die sich teilweise erheblich voneinander unterschieden. Der Cosworth HB war von 1989 bis 1994 im Einsatz. Nach anfĂ€nglichen Planungen sollte der Motor ausschlieĂlich dem Benetton-Team zur VerfĂŒgung stehen, wĂ€hrend Cosworths KundengeschĂ€ft mit den alten DFR-Blöcken betrieben werden sollte. TatsĂ€chlich hatte Benetton den HB nur 1989 und 1990 exklusiv. 1991 belieferte Cosworth zusĂ€tzlich das neu gegrĂŒndete Jordan-Team mit HB-Motoren, wĂ€hrend eine Reihe kleinerer Teams weiterhin DFR-Blöcke erhielten. Ab 1992 stellte Cosworth die DFR-Reihe ein und setzte das KundengeschĂ€ft mit HB-Motoren fort. Kundenteams mit HB-Motoren waren Jordan (1991), Fondmetal (1992), Lotus (1992 und 1993), McLaren (1993), Minardi (1993 und 1994), Footwork (1994), Larrousse (1994) und Simtek (1994). Sie erhielten regelmĂ€Ăig Ă€ltere Motorgenerationen als Benetton. Eine Ausnahme war das McLaren-Team, dessen Motoren sich ab Sommer 1993 auf dem gleichen Entwicklungsstand befanden wie die Benettons. Benetton und McLaren gewannen mit dem HB-Motor bis 1993 einige WeltmeisterschaftslĂ€ufe; bei den Kundenteams hingegen war der HB nur LĂŒckenfĂŒller, und 1994 galt er als âMotor der Armenâ.cite-ref-6[6] Benetton ersetzte ihn 1994 durch den neu konstruierten EC.
Cosworth EC und ECA (Zetec-R V8)
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Hauptartikel
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Cosworth EC
Seit 1991 arbeitete Cosworth an einem Nachfolger fĂŒr die HB-Reihe. AnfĂ€ngliche Ăberlegungen waren auf einen Zwölfzylindermotor gerichtet; entsprechende Pressemitteilungen wurden anlĂ€sslich des GroĂen Preises von Kanada 1991 verbreitetcite-ref-henry-91-60-7-0[7] und bis ins FrĂŒhjahr 1992 hinein wiederholt. Nachdem Cosworth bereits mit Detailarbeiten begonnen hatte, wurde das Zwölfzylinderprojekt Ende 1992 ĂŒberraschend aufgegeben. Der Nachfolger des HB war stattdessen wiederum ein Achtzylindermotor, der einige Detaillösungen des nicht realisierten V-12-Cosworth ĂŒbernahm. Dazu gehörten â erstmals bei Cosworth â die Verwendung teurer Materialien wie Keramik, Titan und Magnesium-Kupfer-Nickel-Legierungen. Der neue Achtzylinder trug den werksinternen Code EC, wurde in der Ăffentlichkeit aber aus MarketinggrĂŒnden als Ford Zetec-R bezeichnet. Er erschien 1994 exklusiv bei Benetton. In seiner ursprĂŒnglichen Form als 3,5-Liter-Motor war er nur 1994 im Einsatz. Benetton-Pilot Michael Schumacher gewann mit ihm in diesem Jahr die Fahrerweltmeisterschaft. Einer RegelĂ€nderung folgend, konstruierte Cosworth in der zweiten JahreshĂ€lfte 1994 fĂŒr die Saison 1995 eine 3,0-Liter-Version des EC, der die werksinterne Bezeichnung ECA erhielt. Der ECA war â abgesehen von den inneren Abmessungen â weitgehend mit dem EC identisch, da die Zeit fĂŒr die Konstruktion eines komplett neuen Motors nicht reichte. 1995 ging der ECA als Cosworth-Werksmotor exklusiv an Sauber. Eine Kundenversion des ECA gab es nach wie vor nicht; Kundenteams erhielten stattdessen den einfacheren und schwĂ€cheren Cosworth ED. Bei Sauber war der ECA weit weniger erfolgreich als die anfĂ€ngliche EC-Version Benettons. Sauber erzielte nur 18 Punkte und lag am Saisonende auf Rang sieben der Konstrukteurswertung. 1996 ersetzte der neu konstruierte Zehnzylinder Cosworth JD den ECA in seiner Funktion als Werksmotor. Der ECA wurde auch danach nicht regulĂ€r als Kundenmotor angeboten; diese Rolle blieb bis 1997 dem ED vorbehalten. Gleichwohl ging der nicht weiterentwickelte ECA 1996 an Forti Corse und 1997 an das neu gegrĂŒndete Lola-Werksteam. Beide Teams waren schlecht aufgestellt und scheiterten jeweils vor Saisonende, Lola bereits nach dem ersten Rennen.
Cosworth ED
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Hauptartikel
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Cosworth ED
Von 1995 bis 1997 war der ED Cosworths regulĂ€res Kundentriebwerk, das neben den Werksmotoren ECA (1995) bzw. JD (1996) und JV (1997) zum Einsatz kam. Der ED war ein herkömmlicher Achtzylinder-V-Motor, der aus dem HB-Block entwickelt worden war. Er ĂŒbernahm einige Merkmale des EC, war mit ihm aber konzeptionell nicht verwandt. Der EC war in den Jahren 1995 bis 1997 der schwĂ€chste Motor des Feldes. Er wurde von Minardi (1995 und 1996), Forti (1995), Simtek (1995), Pacific (1995) und Tyrrell (1997) eingesetzt. In drei Jahren erzielten die Teams nur drei Weltmeisterschaftspunkte mit ihm. Mit Ablauf der Saison gab Cosworth das Achtzylinder-Konzept auch fĂŒr den Bereich der Kundenmotoren auf; ab 1998 erhielten die Kundenteams Ă€ltere Zehnzylindermotoren.
Die Zehnzylindermotoren
Seinen ersten Zehnzylindermotor entwickelte Cosworth zur Saison 1996, in der das intern mit JD bezeichnete und extern wiederum als Ford Zetec-R vermarktete Aggregat exklusiv beim Sauber-Team lief. Zahlreiche Defekte und AusfĂ€lle lieĂen Sauber allerdings zurĂŒckfallen, es gab lediglich vier ZielankĂŒnfte in den PunkterĂ€ngen. Einziger Podestplatz war Johnny Herberts Dritter Platz beim GroĂen Preis von Monaco 1996. Im Folgejahr lief als Weiterentwicklung ein mit VJ bezeichneter und ebenfalls als Ford Zetec-R beworbener Zehnzylinder exklusiv beim neu gegrĂŒndeten Team Stewart Grand Prix, das zum Quasi-Werksteam avancieren sollte. Das neue Team konnte mit einigen spektakulĂ€ren Rennen und dem zweiten Platz von Rubens Barrichello wiederum in Monaco Aufsehen erregen, fiel jedoch zumeist aus. 1998 erschienen nochmals die JD-Triebwerke bei Tyrrell und Minardi, blieben dort aber punktlos.
In der Saison 1999 verkĂŒndete Ford die Ăbernahme des Stewart-Teams, das im Folgejahr unter dem Namen Jaguar Racing an den Start gehen sollte. In der Saison 1999 debĂŒtierte deshalb bei Stewart die erste Generation des in den Folgejahren stetig weiterentwickelten Zehnzylinders CR, der zunĂ€chst weiterhin als âFordâ beworben wurde und mit dem Stewart seine erfolgreichste Saison erlebte. Barrichello gelangen drei Podestplatzierungen, Johnny Herbert konnte beim GroĂen Preis von Europa den ersten Sieg fĂŒr Cosworth bzw. Ford seit 1994 erringen. Jaguar konnte allerdings in den Folgejahren nicht an diese Erfolge anknĂŒpfen, allerdings wurden hier die verwendeten Motoren tatsĂ€chlich als âCosworthâ gemeldet.
In den Jahren von 1999 bis 2001 gingen zudem die alten VJ-Motoren bei Minardi erneut an den Start, wurden dort allerdings 2000 und 2001 jeweils nach Wunsch der Sponsoren als Fondmetal RV10 und European V10 bezeichnet und waren in beiden FĂ€llen nicht konkurrenzfĂ€hig. Ab 2002 wurden Motoren der Reihe CR auch an Kundenteams weitergegeben: Arrows erhielt die in der Saison 2001 mit mĂ€Ăigem Erfolg gelaufene Ausbaustufe CR-3 und konnte mit diesen Motoren gelegentlich punkten, allerdings gab das Team noch wĂ€hrend der Saison auf. Die CR-3-Motoren erhielt in der Folgesaison 2003 Minardi.
Im selben Jahr kam auch Jordan als Kundenteam hinzu, das einen CR-4-Motor unter der Bezeichnung Ford RS verwendete und hiermit zwar in der Regel nicht konkurrenzfĂ€hig war, kurioserweise aber beim GroĂen Preis von Brasilien durch Giancarlo Fisichella den bislang letzten Sieg eines Cosworth-Motors markieren konnte. Im Folgejahr lieĂ die Leistung von Jordan wieder nach. Auch Jaguar und Minardi fuhren letztmals mit CR-Varianten.
Mit dem Ausstieg von Ford aus der Formel 1 zum Ende der Saison 2004 wurde Cosworth an die in der Champ-Car-Serie aktiven Kevin Kalkhoven und Gerald Forsythe verkauft. In der Saison 2005 fuhren die Teams Red Bull Racing und Minardi mit Cosworth-Motoren.
Die neue Achtzylinder-Ăra
Zur Saison 2006 wurde der Hubraum von Formel-1-Motoren auf 2,4 Liter und die Zylinderzahl auf acht begrenzt. Lediglich dem Minardi-Nachfolgeteam Scuderia Toro Rosso wurde als Ausnahme gestattet, 2006 aus finanziellen GrĂŒnden mit drehzahlreduzierten 3-Liter-V10-Motoren des Vorjahres antreten zu dĂŒrfen. FĂŒr dieses Jahr hatte Cosworth einen Vertrag mit dem Williams-Team abgeschlossen, das Team war mit dem eigens entwickelten CA2006-Motor aber weitestgehend erfolglos. FĂŒr die Folgesaison konnte Cosworth keinen Rennstall als Kunden gewinnen, so dass der Name vorĂŒbergehend aus der Königsklasse verschwand.
Erst 2010 kehrte Cosworth zurĂŒck, diesmal erneut bei Williams. Als Abnehmer fĂŒr die neu entwickelten Motoren mit der Bezeichnung CA2010 konnten auĂerdem die neu zugelassenen Teams Hispania (HRT), Virgin und Lotus gewonnen werden, diese blieben jedoch im Gegensatz zu Williams allesamt punktlos. Da Williams allerdings mit der Motorleistung nicht zufrieden war, wechselte das Team zur Saison 2012 zu Renault. Hingegen blieben die ĂŒbrigen Teams teils noch bis 2013 bei Cosworth, wenn auch unter anderen Namen (aus Lotus wurde Caterham, aus Virgin Marussia) und immer noch erfolglos. HRT trat hingegen schon 2013 nicht mehr an.
Eine weitere Ănderung des Motorenreglements schrieb ab 2014 Turbo-Hybridmotoren vor. Da die Entwicklung der neuen V6-Motoren Ă€uĂerst kostspielig gewesen wĂ€re, beschloss Cosworth, keinen V6-Motor zu entwickeln und sich damit am Ende der Saison 2013 aus der Formel 1 zurĂŒckzuziehen.
Liste der Cosworth Formel-1-Motoren
| Baureihe | Zylinder | Hubraum in l | Bauform | Bohrung / Hub in mm | Leistung | Gewicht in kg | Einsatzzeit | Siege |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DFV | 8 | 3,0 | V 90° | 85,7 / 64,8 | 405 PS bei 9.000 min â1 (1967) 485 PS bei 10.500 min â1 (1979) 500 PS bei 10.500 min â1 (1983) | 156 | 1967â1983 | 155 |
| DFY | 8 | 3,0 | V 90° | 90,0 / 58,8 | 510 PS bei 10.500 min â1 (1984) | 149 | 1982â1984 | 3 |
| GBA (Turbo) | 6 | 1,5 | V 120° | | 750â1000 PS | | 1986â1987 | 0 |
| DFZ | 8 | 3,5 | V 90° | 90,0 / 86,8 | 560 PS (1987) | 156 | 1987â1989 | 0 |
| DFR | 8 | 3,5 | V 90° | | 610 PS bei 11.000 min â1 (1989) | | 1988â1989 | 1 |
| HB | 8 | 3,5 | V 75° | 96 / 60,4 | 640 PS bei 11.600 min â1 (1989) 730 PS bei 13.800 min â1 (1993) | 140 | 1989â1994 | 11 |
| VB | 8 | 3,5 | V 70° | | | | 1991â1992 | 0 |
| EC (Zetec-R) | 8 | 3,5 | V 75° | | 750 PS bei 14.500 min â1 | 120 | 1994 | 8 |
| ECA (Zetec-R) | 8 | 3,0 | V 75° | 99 / 48,6 | 625 PS bei 14.800 min â1 | 130 | 1995â1997 | 0 |
| ED | 8 | 3,0 | V 75° | 94 / 54 | 640 PS bei 15.000 min â1 | 122 | 1995â1997 | 0 |
| JD (Zetec-R) | 10 | 3,0 | V 72° | 91 / 46,1 | 710 PS bei 16.000 min â1 | 120 | 1996â1998 | 0 |
| CR-1/6 | 10 | 3,0 | V 72° | | 850 PS bei 18.300 min â1 (2002) | 96 | 1999â2004 | 2 |
| TJ2005 | 10 | 3,0 | V 90° | | | | 2005â2006 | 0 |
| CA2006 | 8 | 2,4 | V 90° | | | 95 | 2006 | 0 |
| CA2010â13 | 8 | 2,4 | V 90° | | 730 PS bei 18.000 min â1 (2011) 750 PS (2012) [ 8 ] | 95 | 2010â13 | 0 |
Sonstige Rennsportmotoren
Bekannt wurde die Firma Cosworth auch durch viele andere Motoren. Die meisten davon basieren auf einem Motorblock aus der Serienproduktion von Ford, fĂŒr die bei Cosworth Vierventil-Zylinderköpfe entwickelt wurden.
Cosworth MAE
Die AbkĂŒrzung MAE steht fĂŒr Modified Anglia Engine. Hubraum 1000 cmÂł Kentmotor mit geĂ€ndertem Zylinderkopf (ca. ab 1961)
Cosworth SC-Serie
Single Cam Series A: Zylinderkopf mit obenliegender Nockenwelle (ab 1963)
Cosworth FVA
Four Valve Series A: Zylinderkopf mit 2 obenliegenden Nockenwellen und 16 Ventilen auf der Basis des 1600-cmÂł-Kentmotors fĂŒr den Lotus Cortina L (ab 1967)
Cosworth DFW
FĂŒr die australisch-neuseelĂ€ndische Tasman-Serie entwickelte Cosworth 1968 eine an das dortige Reglement angepasste Version des DFV. Dieser DFW genannte Motor hatte einen Hubraum von 2,5 Litern. Er konkurrierte mit den 5,0 Liter groĂen US-amerikanischen Achtzylindermotoren, die auf GroĂserienmotoren basierten und deutlich preiswerter als die britischen Konstruktionen waren. Da die Leistung des DFW kaum an die der amerikanischen 5,0-Liter-Maschinen herankam, konnte er sich in der Tasman-Serie nicht durchsetzen. In den Meisterschaften der Jahre 1970 und 1971 erschien jeweils nur ein Auto mit einem DFW-Motor. Es hatte keinen Einfluss auf die Meisterschaft.
Cosworth DFX und DFS
FĂŒr die US-amerikanische CART-Serie entwickelte Cosworth eine 2,65 Liter groĂe Version des DFV, die mit einem Turbolader versehen war. Er erhielt die Bezeichnung DFX, die letzten Exemplare wurden als DFS bezeichnet. Insgesamt entstanden 444 DFX-Blöcke (104 davon als Bausatz) sowie 13 DFS-Blöcke (6 davon als Bausatz).cite-ref-robson-190-11-0[11]
Cosworth DFL
FĂŒr Sportwagenrennen baute Cosworth insgesamt 36 als DFL bezeichnete Motoren mit 3,3 oder 3,6 Litern Hubraum. Einige regulĂ€re DFV-Blöcke wurden spĂ€ter auf DFL-Dimensionen vergröĂert.cite-ref-robson-190-11-1[11] In der 3,5-Liter-Ăra der Formel 1 setzten kleine Formel-1-Teams bei einzelnen Rennen DFL-Blöcke ein. Einige Quellen berichten unter anderem von einem DFL-Block in einem 1993er Minardi.
Motoren fĂŒr Serienfahrzeuge
Ford
Seit dem groĂen Erfolg des durch Ford finanzierten Cosworth DFV fĂŒr die Formel 1 in den spĂ€ten 1960er Jahren gab es eine engere Zusammenarbeit zwischen Ford und Cosworth. Der BD-Motor war schon fertig entwickelt und wurde von Ford fĂŒr den Escort RS1600 â und spĂ€ter den Escort RS1800 und den RS200 â zur Teilnahme an Rallyes verwendet. Der Cosworth YB wurde von Cosworth konzipiert und im Auftrag von Ford zur Serienreife weiterentwickelt. Deshalb tragen die Sierra RS Cosworth und die Escort RS Cosworth den Namen des Motorenentwicklers als Zusatz. Die Vierventil-Zylinderköpfe und der Nockenwellenantrieb des FB wurden wie auch der Zylinderkopf des Duratec-ST fĂŒr den Ford Focus ST170 im Auftrag von Ford entwickelt.
BD
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Hauptartikel
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Cosworth BD
BD steht fĂŒr Belt Drive (engl. fĂŒr Riemenantrieb), einen Zylinderkopf mit zwei obenliegenden Nockenwellen, 16 Ventilen und Zahnriemenantrieb (ab 1970) fĂŒr den Motorblock des Kentmotors von Ford. Dieser Motor hat eine seitlich im Motorblock liegende, kettengetriebene Nockenwelle, StöĂel, StoĂstangen und Kipphebel. Der Motorblock wurde geĂ€ndert, um mit einem Zahnriemen die obenliegenden Nockenwellen des von Cosworth entwickelten Zylinderkopfes anzutreiben. Der Motor fand weite Verbreitung im Motorsport, in der Serienproduktion wurde er bei Ford fĂŒr den Escort RS1600 (erste Baureihe, nur Vereinigtes Königreich), den Escort RS1800 (zweite Baureihe, ebenfalls nur Vereinigtes Königreich), und fĂŒr den fĂŒr die Gruppe B der Rallye-Weltmeisterschaft entwickelten Ford RS200 (hier als BDT mit 1803 cmÂł; T fĂŒr Turbo) verwendet. Zuvor sollte er bereits im Ford Escort RS1700T (hier als BDT mit 1778 cmÂł) zum Einsatz kommen, allerdings wurde dieses Gruppe-B-Projekt von Ford vorzeitig wieder eingestellt. Mit dem RS1800 wurden Björn WaldegĂ„rd 1979 und Ari Vatanen 1981 Rallye-Weltmeister. Der Hubraum des RS1800 wurde als BDG auf 2 Liter vergröĂert, der Motor leistete so rund 180 kW (ca. 250 PS) bei 7.000 minâ1. Der BD sollte auĂerdem wĂ€hrend der Turbo-Ăra in der Formel 1 den DFV ersetzen, erwies sich aufgrund der Konstruktion der thermischen Belastung und den hohen Drehzahlen nicht gewachsen.cite-ref-12[12]cite-ref-13[13] Zakspeed verwendete den Motor im Capri Turbo in der DRM und gewann damit ungezĂ€hlte Laufsiege und die Meisterschaft mit Klaus Ludwig in der Saison 1981. Der mit einem Turbolader von KĂŒhnle, Kopp & Kausch (KK&K) aufgeladene Motor leistete mit 1,8 Liter Hubraum 441 kW (600 PS) bei 9000 minâ1. Weitere Versionen desselben Motors wurden unter den KĂŒrzeln BDA, BDB, BDC, BDD, BDE, BDF, BDH, BDJ, BDM, BDN, BDR bis zum BDT-E (das angehĂ€ngte E steht hier fĂŒr die Evolutionsstufe des BDT, die von Ford statt fĂŒr Rallye- fĂŒr Rallycross-EinsĂ€tze mit 2137 cmÂł Hubraum und ĂŒber 600 PS Leistung nachtrĂ€glich homologiert wurde) produziert.
YB
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Hauptartikel
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Cosworth YB
Auf Basis des von Ford fĂŒr den Pinto entwickelten 2,0-Liter-Motors mit obenliegender Nockenwelle entwickelte Cosworth zuerst in Eigenregie einen 16V-Zylinderkopf mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Ford ĂŒbernahm den Zylinderkopf im Hinblick auf die MotorsportaktivitĂ€ten mit dem Ford Sierra in der Rallye-Weltmeisterschaft und in diversen Tourenwagenmeisterschaften. Nach dem Motor fĂŒr das Homologationsmodell Sierra RS Cosworth mit Garrett T3 Turbolader (Typ YBB, roter Ventildeckel) folgte der fĂŒr Motorsportzwecke nochmals ĂŒberarbeitete und auf 500 StĂŒck limitierte Sierra RS500. Dieses Fahrzeug wurde von Tickford in GroĂbritannien umgebaut und war nur als Rechtslenker verfĂŒgbar (Typ YBD, roter Ventildeckel). Mit der zweiten Modellgeneration war der Sierra RS Cosworth nur noch als Stufenhecklimousine verfĂŒgbar, die Version mit Hinterradantrieb ohne Abgaskatalysator war auch noch mit dem YBB ausgerĂŒstet, die allradgetriebene Version mit Katalysator und Lambdaregelung wurde mit leichten Modifikationen am Motor ausgeliefert (YBG, grĂŒner Ventildeckel).
Der Escort RS Cosworth wurde zuerst auch noch mit dem YBG des Sierras ausgeliefert (allerdings mit blauem Ventildeckel), spĂ€tere Versionen erhielten einen nochmals ĂŒberarbeiteten Motor (YBP, grauer Ventildeckel) mit dem kleineren T25-Turbolader von Garrett, auch bekannt als HTT-Cosworth. Das âHTTâ steht dabei fĂŒr high torque turbo, was Turbo mit hohem Drehmoment bedeutet. Durch den kleineren Lader wurde das Ansprechverhalten verbessert und das Drehmoment lag bereits bei niedrigeren Drehzahlen an. Der YBP war als einziger Cosworth mit einer Ford-Einspritzanlage und einer DoppelfunkenzĂŒndung ausgerĂŒstet, die restlichen Motoren erhielten alle eine Motorsteuerung von Weber-Marelli und einen kontaktlosen ZĂŒndverteiler. Die Modelle ohne Katalysator leisteten im Serienzustand 150 kW (204 PS), die Fahrzeuge mit Katalysator und Lambdaregelung 162 kW (220 PS), im Motorsport wurden in den 80er und 90er Jahren Leistungen von ĂŒber 368 kW (500 PS) erreicht.
Die vom Hersteller eingesetzten Fahrzeuge waren in der Rallye-Weltmeisterschaft nur mĂ€Ăig erfolgreich, mit den Sierra Cosworth 4x4 und Sierra RS500 hingegen wurden bei Rund- und Langstreckenrennen unzĂ€hlige Rennsiege und nationale und internationale Meisterschaften erreicht. GröĂte Erfolge des Motors waren der Meistertitel in der DTM 1988 durch Klaus Ludwig sowie die Vizemeistertitel 1987 durch Manuel Reuter und 1989 durch Klaus Niedzwiedz. In der BTCC gewann Rob Gravett 1990 den Meistertitel. Beim 24-Stunden-Rennen auf dem NĂŒrburgring gelang Klaus Ludwig, Klaus Niedzwiedz und Steve Soper 1987 ein Start-Ziel-Sieg auf einem Sierra Cosworth. Mit dem Escort RS Cosworth wurde François Delecour in der Rallye-Weltmeisterschaft 1993 Vizemeister, Carlos Sainz belegte 1996 und 1997 jeweils den dritten Platz in der Meisterschaftswertung.
FB
FĂŒr den 2,9-Liter-V6-Motor des Ford Scorpio wurden Vierventil-Zylinderköpfe entwickelt. Da das Fahrzeug in keinem Zusammenhang mit dem Motorsport stand, wurde auf den Zusatz Cosworth in der Typenbezeichnung verzichtet, die Fahrzeuge wurden als Scorpio 24V verkauft. Im ersten Scorpio leistete der FBA, der bei Ford die Typenbezeichnung BOA trug, 143 kW (195 PS). In der zweiten Modellreihe gab es den FBC, der bei Ford BOB hieĂ. Dieser Motor leistete 152 kW (207 PS). Die Fahrzeuge waren ausschlieĂlich mit Automatikgetriebe verfĂŒgbar.
Duratec-ST
FĂŒr den Duratec-ST der Zeta-Motorenfamilie entwickelte Cosworth im Auftrag von Ford Anfang der 2000er Jahre einen neuen Zylinderkopf. Mit weiteren Teilen wie einer einlaĂseitigen Nockenwellenverstellung, einem Schaltsaugrohr und einem Rohr-FĂ€cherkrĂŒmmer konnte die Leistung des Zetec 16V mit 2,0 Liter Hubraum von 96 kW (130 PS) auf 127 kW (173 PS) gesteigert werden. Dieser Motor wurde nur im Ford Focus ST170 angeboten.
Andere
KAA
FĂŒr den Rallyeeinsatz entwickelte Cosworth fĂŒr den Opel Ascona B den 2,4-Liter-16V-Motor. Dieser kam im nach Gruppe-4-Reglement aufgebauten Ascona 400 zum Einsatz, mit dem Walter Röhrl 1982 die Rallye-Weltmeisterschaft gewann. Dieser Motor wurde auch im Manta 400 verbaut. Die Herstellung, Bearbeitung und der Zusammenbau der Zylinderköpfe erfolgte bei Cosworth.cite-ref-power-14-0[14]
KBA
An der Entwicklung des C20XE von Opel, einem im Kadett Anfang 1988 erstmals eingefĂŒhrten 2,0-Liter-16V-Motor, war Cosworth mit beteiligt. Ob Cosworth wegen der langjĂ€hrigen Erfahrung im Bau von Zylinderköpfen mit Vierventiltechnik und zwei obenliegenden Nockenwellen nur eine beratende Funktion hatte oder ob der komplette Zylinderkopf in Northampton entwickelt wurde, ist nicht bekannt. Der C20XE wurde bei Cosworth als KBA bezeichnet.cite-ref-power-14-1[14]
WAA
Anfang der 1980er Jahre entwickelte Cosworth fĂŒr Mercedes-Benz einen 16V-Zylinderkopf fĂŒr den M 102. UrsprĂŒnglich war der Zylinderkopf fĂŒr ein Gruppe-B-Rallye- und Rennsportprojekt geplant, das jedoch nie umgesetzt wurde. Die Zylinderköpfe wurden ĂŒberarbeitet und die Motoren gingen 1983 als 2,3-Liter-16V im Mercedes-Benz W 201 in Serie. Der Hubraum wurde spĂ€ter auf 2,5 Liter erhöht.cite-ref-power-14-2[14] Die Fahrzeuge wurden von Privatteams bereits 1985 in der Deutschen Produktionswagen-Meisterschaft â dem VorlĂ€ufer der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft â eingesetzt. Ab der Saison 1988 gingen die Wagen als Werksteams in der DTM an den Start, im Laufe der Saison 1989 erfolgte der Umstieg auf den gröĂeren und leistungsstĂ€rkeren 2,5-Liter-Motor. Der Zylinderkopf des WAA ist der erste einteilige Zylinderkopf, der von Cosworth konstruiert wurde.
Singer
FĂŒr den seit 2009 arbeitenden kalifornischen Restomod-Anbieter Singer Vehicle Design arbeitet Cosworth die Porsche-Boxermotoren der Ursprungsfahrzeuge auf; dazu gehört auch eine Leistungssteigerung. FĂŒr das Singer 911 Carrera CoupĂ© wurde ein wassergekĂŒhlter Zylinderkopf mitentwickelt.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]
Weblinks
Commons
: Cosworth
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Cosworth Homepage (englisch)
âą Steffen Schulz: Cosworth â Die Dokumentation. In: research-racing motorsport international. 2007, abgerufen am 23. Januar 2019.
âą Nancy Knapp Schilke: The Passing of Keith Duckworth. In: Motorsport.com. 19. Dezember 2005, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. Oktober 2007; abgerufen am 23. Januar 2019.
âą Mahle-Powertrain Homepage (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-11. Cosworth Ltd. Auf: www.inorthamptonshire.co.uk, abgerufen am 2. Februar 2013. Info: Nicht erreichbar am 28. November 2022.
cite-note-22. â Norman Burr: First Principles: The Official Biography of Keith Duckworth, Veloce Publishing Ltd, 2015, ISBN 978-1-84584-528-5, S. 50.
cite-note-33. â https://www.sportcal.com/pressreleases/ford-sells-cosworth-racing-to-kevin-kalkhoven-and-gerald-forsythe-2/
cite-note-44. â https://www.motorsport-total.com/formel-1/news/cosworth-waere-bereit-fuer-aufstockung-10052803
cite-note-55. â Graham Robson: Cosworth â The Search for Power. Veloce Publishing, ISBN 978-1-84584-895-8, S. 213.
cite-note-66. â Pierre MĂ©nard: La Grande EncyclopĂ©die de la Formule 1. 2. Auflage. St. Sulpice, 2000, ISBN 2-940125-45-7, S. 126.
cite-note-henry-91-60-77. â Alan Henry: Auto Course 1991/92. London 1992 (Hazleton Securities Ltd.), ISBN 0-905138-87-2, S. 60.
cite-note-82. cosworth.com@1@2Vorlage:Toter Link/row.cosworth.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche in Webarchiven) (abgerufen am 12. April 2013)
cite-note-99. â Graham Robson: The Search for Power. Haynes, 2003, ISBN 1-85960-610-5.
cite-note-1010. â Gerd Hack/Fritz Indra: Formel 1-Motoren, Motorbuch Verlag, 1. Auflage 1997, ISBN 3-613-01803-9.
cite-note-robson-190-1111. â Graham Robson: Cosworth: The Search for Power. J H Haynes & Co Ltd, 2017, ISBN 1-84425-015-6, S. 190.
cite-note-1212. â Turbo F1 engines â how they started Reportage Teil 1, englisch (Youtube)
cite-note-1313. â Turbo F1 engines â how they started Reportage Teil 2, englisch (Youtube)
cite-note-power-1414. â Graham Robson: Cosworth â The Search for Power. Kapitel 11, S. 275 ff.
cite-note-1515. â Tom GrĂŒnweg: Dieser Porsche ist kein Porsche mehr. In: Spiegel Online. 18. Juni 2013, abgerufen am 20. Juni 2025.
cite-note-1616. â Stefan Wagner: Singers neuester 911 kriegt den Award fĂŒr die coolsten Scheinwerfer. In: de.motor1.com. 5. Mai 2025, abgerufen am 21. Juni 2025.